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Tapfuma Gutsa und Karin Angerer beim Steinbildhauer-Workshop. international bekannten Bildhauer Tapfuma Gutsa aus Simbabwe gearbeitet.
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![]() Bericht Salzburger Nachrichten vom 28.8.2004: Skulpturen mit leichtem Herzen Mit den ersten eigenen Figuren erwacht bei vielen Menschen ihre Liebe für die Kunst und die wahre Kraft kommt direkt aus dem Herzen. In einem Afrikaworkshop mit Tapfuma Gutsa im Salzburger Mirabellgarten gab es Freude, Stolz und Selbstvertrauen. DORIS ESSER Afrikanische Skulpturen, vor allem jene aus Simbabwe, sind humorvolle, verspielte Figuren, farbig schimmernd, hochglänzend oder aus grobem rauen Stein. Tapfuma Gutsa, einer der bekanntesten afrikanischen Künstler, weiß, dass schöne Steine auch immer wieder die Sehnsucht nach den Herzen und den Seelen der Menschen ausdrücken. Wer mit einer Skulptur beginnt, lässt sich von seinen Gefühlen leiten und studiert solange, bis das, was er am Stein beobachtet, mit dem übereinstimmt, was er in seinem Herzen findet. Humorvoll, herzlich und selbstbewusst Dass es gelingen könnte, Tapfuma Gutsa für einen Bildhauerworkshop zu gewinnen, lag in Anne Patzners Bereich der Träume. Der Name war der Matombo-Africa-Shop-Begründerin schon lange ein Begriff - von dem Tag an, als sie sich den Zimbabwe-Steinskulpturen zuwandte. Tapfuma Gutsa ist einer der Großen, sein Name in allen Fachbüchern zu lesen. Persönlich lernte ihn die Landschaftsplanerin erst im Frühjahr 2004 in Harare, Simbabwe, kennen - herzlich, humorvoll, selbstbewusst. Die fantastische Kreativität und Kühnheit seiner Skulpturen und seines künstlerischen Schaffens ist nicht nur für Anne Patzner eine große Faszination, sondern wie ein Funke auch auf die Teilnehmer des Bildhauerworkshops übergesprungen. Wer mitgemacht hat, wurde reich mit Freude, Stolz und Selbstvertrauen beschenkt. Besonders begeistert war eine Salzburger Künstlerin, die sich bis zum Afrikaworkshop nicht mit Steinen, sondern mit Holz und mit Acryl auf Leinwand angefreundet hatte. Karin Angerer meldete sich spontan und teilte mit: "Das ist ein Muss für mich! Da ich ein Mensch bin, der alles angreifen will, fasziniert mich vor allem das Berühren von Skulpturen. Am ersten Tag habe ich sechs Stunden lang aus dem Stein eine Hand herausgehämmert. Und wenn ich so etwas mache, dann vergesse ich Raum und Zeit! Ich war so vertieft und so glücklich in dieser Situation, sogar dann, als es anstrengend wurde und an den Kräften zehrte. Die Nacht, nachdem ich den Serpentin-Stein ausgesucht hatte, verbrachte ich ziemlich schlaflos, aber in den Morgenstunden war mir klar, was ich aus ihm machen wollte. Da der Stein eine leichte Einkerbung hatte, fiel mir spontan ein, ein Hinterteil, einen Po; daraus zu machen. Auch Tapfuma war der Meinung, dass der Stein ein backside; ist. So habe ich angefangen, das Hinterteil zu formen - mit Hammer und Meißel. In sechsstündiger Arbeit habe ich dann die erste Hand dazu geformt, zum Schluss die zweite. Und obwohl meine Hände nach dem anstrengenden Hämmern, Stemmen und Schleifen geschmerzt haben, war ich sehr sehr begeistert." Was Karin Angerer zusätzlich faszinierte, war, dass ein Besucher, der im Holzpavillon des Salzburger Zwerglgartens vorbeikam, sie gebeten hatte, mit seiner Hand behutsam die Hand ihrer Skulptur berühren zu dürfen. Auch Anne Patzner beschreibt ihre Affinität zu Steinen: "Es ist ein wunderbares Erlebnis, einen Stein zu haben, ihn anzugreifen, ihn zu drehen, ihn zu wenden und auf einmal anfangen, zu werken. Kreativ schält sich etwas heraus und plötzlich steht die Skulptur vor den eigenen Augen, wozu Worte aus einem Gedicht von Khalil Gibran passen: © SN © 1997-2003 Salzburger Nachrichten & conova communications |
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